Chad

Bild | Der Wächter Nigeria

Nicht viele Reisende wagen es, in den Tschad zu reisen. Konflikte und Terroranschläge haben dazu geführt, dass der Tourismus nicht so schnell und intensiv gedeiht wie in anderen Ländern des afrikanischen Kontinents. Daher sind die Gesundheits-, Verkehrs- und Tourismusinfrastrukturen recht prekär. Es ist jedoch genau das Fehlen all dessen, das die mutigsten Reisenden dazu drängt, auf der Suche nach Abenteuern in den Tschad zu reisen.

Warum an diesen abgelegenen Ort reisen, wenn es so gefährlich ist? Argumente dafür sind die Oasen der nördlichen Wüsten, der Charme einer Kreuzfahrt auf dem Tschadsee oder die großen Herden wilder Tiere in den Nationalparks.

Ennedi Wüste

Die Sahara ist die größte der Welt. Es ist voller Dünen, die nur von Felsformationen wie dem Sahara-Atlas, dem Ahaggar-Gebirge oder dem Tibesti-Gebirge unterbrochen werden. Die Ennedi-Wüste mit ihrer einzigartigen steinigen Landschaft ist jedoch wahrscheinlich die spektakulärste Ecke der Sahara.

Zu seinen Attraktionen zählen Wüstenseen, Berge, Schlitzschluchten, prähistorische Höhlenmalereien und alte Meeresbögen, die sich heute in Dünenmeeren befinden und sich bei der Ausdehnung des Tschadsees gebildet haben.

Chad Lake

Viele Kilometer von N'Djamena entfernt finden Sie einen der größten Süßwasserseen der Welt.

Bis in die frühen 70er Jahre war der Tschadsee wie ein Meer in Afrika, das von mehreren Ländern wie Niger, Nigeria, Tschad und Kamerun geteilt wurde. Obwohl seine Fläche auf dem Höhepunkt der Regenzeit 25 km000 betragen kann, trocknet der See nach und nach aus und hat in den letzten vier Jahrzehnten 2% seiner Oberfläche verloren, mit den verheerenden ökologischen und sozialen Folgen, die er den Fischern und den Menschen provoziert Bauern.

Gaoui

In dieser Stadt sind die wunderschön bemalten Lehmhäuser beeindruckend und verleihen der monotonen Landschaft mit dunkelbraunen Tönen einen Hauch von Farbe.

Zakouma Nationalpark

Bild | Pixabay

Zakouma liegt südlich der Sahara als nördlichster der großen Nationalparks des Kontinents und Es ist eines der letzten Beispiele des sudanesisch-sahelischen Ökosystems.

Die Landschaften dieses Nationalparks sind einzigartig, eine Kombination aus Freiflächen mit Feuchtgebieten, Savannenwäldern und Buschland.

Obwohl der Bürgerkrieg und die Wilderei die Fauna der Region verwüstet haben, ist die Tierpopulation merklich gewachsen und jetzt gibt es große Herden von Büffeln, Roan-Antilopen und Hirschen. Darüber hinaus lebt eine große Anzahl von Vögeln in den Zakouma-Feuchtgebieten und fast die Hälfte der Kordofan-Giraffen in Afrika lebt in diesem Park, was diesen Ort zu einer magischen Landschaft macht.

Andere Tiere, die den Park bewohnen, sind Geparden, Leoparden und gefleckte Hyänen sowie große Herden von Elefanten.

Sarha

Hier kann der Reisende die grünste und angenehmste Seite des sandigen Tschad entdecken und am Chari River entspannen. Die Baumwollhauptstadt des Landes ist nichts anderes als ein rückständiger Ort, eine angenehme und verschlafene Stadt im Schatten riesiger Bäume. Das Sarh Regional Museum zeigt alte Waffen, Musikinstrumente und Masken. Bei Einbruch der Dunkelheit gießen Flusspferde oft am Ufer des Flusses Chari.

Wie reise ich in den Tschad?

Für die Einreise in den Tschad ist ein Visum erforderlich. Dieses Land hat keine Botschaft in Spanien, daher muss das Visum in Paris bei der tschadischen Botschaft beantragt werden. Dazu müssen neben anderen Unterlagen der Reisepass mit einer Mindestgültigkeit von 6 Monaten, die Gelbfieber-Impfbescheinigung und ein Einladungsschreiben vorgelegt werden.

Angesichts der heiklen Situation im Tschad ist es aus Sicherheitsgründen ratsam, Kontaktinformationen anzugeben und die spanische Botschaft in Kamerun über die Reiseroute und den Aufenthalt im Tschad zu informieren.

Sicherheit im Tschad

Reisen in den Tschad werden derzeit nicht empfohlen, es sei denn, dies ist dringend erforderlich. Wenn der Reisende weiterhin beschließt, in das Land einzureisen, ist es aufgrund der Gefahr bewaffneter Angreifer und insbesondere der Grenze zu Niger aufgrund der terroristischen Bedrohung durch Boko Haram zweckmäßig, alle Grenzgebiete zu meiden.

Hygienemaßnahmen

Um in den Tschad zu reisen, muss man sich unbedingt gegen Gelbfieber impfen lassen. Das Außenministerium empfiehlt die Impfung gegen Hepatitis A und B, Typhus, Diphtherie und Meningitis sowie den Tetanus-Impfstoff. Ebenso ist es ratsam, vor einer Reise in dieses zentralafrikanische Land eine prophylaktische Behandlung gegen Malaria durchzuführen und die notwendigen Vorkehrungen gegen Mücken zu treffen.

Sobald Sie im Land sind, ist es ratsam, bestimmte Maßnahmen zur Lebensmittelhygiene zu ergreifen: Verbrauchen Sie immer Wasser in Flaschen, vermeiden Sie Eis und rohes ungeschältes Obst und Gemüse.

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